EdgeOps

ALPSiX: Kärnten erhält seinen ersten Internetknoten – EdgeOps betreibt die optische Ebene

Veröffentlicht am 18.9.2026

ALPSiX: Kärnten erhält seinen ersten Internetknoten – EdgeOps betreibt die optische Ebene

Kärntner Datenverkehr bleibt künftig in Kärnten

Die BIK Breitbandinitiative Kärnten GmbH hat heute ALPSiX in Betrieb genommen – den ersten Internetknoten Kärntens und einen digitalen Infrastruktur-Hub für die Region. Bislang wurde nahezu der gesamte Kärntner Datenverkehr über Wien oder Frankfurt geführt. Das verursacht zusätzliche Kosten und Latenz und verlagert Wertschöpfung aus der Region. Mit ALPSiX steht erstmals ein lokaler Peering-Punkt zur Verfügung: geringere Kosten für Internet Service Provider, attraktivere Rahmenbedingungen für Rechenzentren und bessere Perspektiven für digitale Fachkräfte vor Ort.

ALPSiX befindet sich im Eigentum der BIK und wird vom internationalen Internetknoten-Betreiber DE-CIX betrieben. Das zugrunde liegende Netz wurde schlüsselfertig von Inter.link und EdgeOps errichtet, auf Basis optischer Technik von Smartoptics und Paketetechnik von Arista.

Unser Beitrag: die optische Ebene

Inter.link verantwortet das Projekt als Generalunternehmer, EdgeOps betreibt die DWDM-Ebene. Unsere Aufgabe ist es, den Wellenlängentransport auf der Faserstrecke zwischen Klagenfurt und Villach zuverlässig bereitzustellen und im Betrieb stabil zu halten.

Der Ring besteht aus zwei Segmenten: 33 Kilometer im nördlichen und 103 Kilometer im südlichen Abschnitt. Die Südstrecke wird mit Raman-Verstärkung betrieben, da eine Strecke dieser Länge andernfalls nicht mit ausreichender Reserve zu schließen wäre. Über Smartoptics-Muxponder aggregieren wir 4x100G auf 400G und nutzen die vorhandene Faser damit bestmöglich aus. Die eingesetzten Smartoptics-ROADMs ermöglichen es der BIK, weitere Standorte entlang des Rings aufzuschalten, sobald die Nachfrage dies erfordert – ohne Eingriff in das bestehende Design.

Auf der Paketebene setzt Inter.link die Arista-Plattform 7280 DCS ein, dieselbe Technik wie im europäischen 400G-Netz. Über die beiden Inter.link-Points-of-Presence in Klagenfurt und Villach kann die BIK damit IP-Transit, Layer-2-Connectivity, Cloud Connects und DDoS-Schutz anbieten, mit Provisionierung innerhalb von Minuten.

Netzmanagement mit SoSmart

Der Betrieb ist für uns kein nachgelagerter Aspekt, sondern der eigentliche Leistungsumfang. Die Smartoptics-Managementsuite SoSmart bietet uns eine einheitliche Sicht auf den gesamten Ring und ermöglicht die Provisionierung von Wellenlängen ohne manuelle Konfigurationsarbeit auf Geräteebene.

Im Störungsfall ist insbesondere die Auswertung der OTDR-Daten aus den Transceivern relevant: SoSmart überführt diese Daten in eine Kartendarstellung. Bei einem Faserbruch ist damit nicht nur das Vorliegen einer Störung erkennbar, sondern auch deren genaue Position auf der Strecke. Das Reparaturteam kann gezielt anfahren, statt eine 103 Kilometer lange Trasse abzusuchen. Solche Details entscheiden darüber, ob eine Störung innerhalb weniger Stunden oder erst nach einem Tag behoben ist.

Kompakt, kosteneffizient und ohne Vendor-Lock-in

Das Netzdesign ist bewusst schlank gehalten: keine Überdimensionierung, keine experimentellen Komponenten, keine proprietären Abhängigkeiten. Offene optische Netze bedeuten, dass die BIK die Kontrolle über ihre Infrastruktur behält und nicht an die Roadmap eines einzelnen Herstellers gebunden ist.

Digitale Souveränität wird derzeit vielfach diskutiert. ALPSiX zeigt, wie sie sich praktisch umsetzen lässt: Eine Region baut ihre eigene Infrastruktur auf, gemeinsam mit europäischen Partnern, die entsprechende Projekte bereits mehrfach realisiert haben.

Dank an die Projektpartner

Wir danken dem gesamten ALPSiX-Team für das entgegengebrachte Vertrauen, Inter.link für die Zusammenarbeit als Generalunternehmer sowie Smartoptics und Arista für die eingesetzte Technik. ALPSiX startet mit zwei Standorten – wir freuen uns darauf, den Ring gemeinsam mit der BIK weiterzuentwickeln.

Die vollständige Pressemitteilung von Smartoptics finden Sie hier: Smartoptics Pressemitteilung.