Warum eine API für Patchkabel und Transceiver?
In modernen Rechenzentren wird jedes Asset dokumentiert – jeder Switch, jeder Server, jedes Kabel. Was in der Theorie sauber klingt, ist in der Praxis ein zähes Geschäft: Seriennummern abtippen, Hersteller-Datenblätter durchforsten, Wellenlängen, Reichweiten und Vendor-Codes manuell in NetBox eintragen. Eine fehlerhafte Stelle, und im Troubleshooting läuft man stundenlang in die falsche Richtung.
Unser Co-Founder Moritz Frenzel sah genau dieses Problem und ging mit einer Idee auf Thomas Weible, CTO der FLEXOPTIX GmbH, zu: Was wäre, wenn die Daten, die FLEXOPTIX ohnehin pro Transceiver und Patchkabel pflegt, einfach per API abrufbar wären? Thomas war sofort begeistert – und sein Team hat geliefert.
Die FLEXOPTIX Transceiver API
FLEXOPTIX hat die API jetzt öffentlich gemacht. Über die Seriennummer eines Transceivers oder Patchkabels lassen sich alle relevanten Metadaten abfragen – Vendor-Codes, kompatible Plattformen, optische Spezifikationen, Reichweiten und mehr. Die ausführliche Story dazu gibt es im FLEXOPTIX Blog (Login erforderlich).
Unser Beitrag: Das NetBox-Plugin
Nach kurzer Zeit mit Preview-Zugang haben wir das gemacht, was wir am besten können – die API direkt in NetBox integriert. Unser Plugin nimmt die Seriennummer, ruft die FLEXOPTIX API ab und füllt das entsprechende Inventory-Item, den Transceiver oder das Kabel automatisch mit allen verfügbaren Informationen.
Das bedeutet konkret:
- Keine manuelle Pflege von Vendor-Codes mehr
- Konsistente, herstellergeprüfte Daten in NetBox
- Schnelleres Onboarding neuer Optik in bestehende Installationen
- Eine einzige Wahrheit für Operations und Audit
Das Plugin ist unter MIT-Lizenz auf GitHub veröffentlicht: github.com/EdgeOps-GmbH/netbox-flexoptix-api. Pull Requests und Issues sind willkommen.
Danke an FLEXOPTIX
Ein großes Dankeschön an Thomas Weible und das gesamte FLEXOPTIX-Team für die Offenheit gegenüber dieser Idee, den frühen Preview-Zugang und die saubere, gut dokumentierte API. Genau diese Art von Zusammenarbeit braucht es, damit Netzwerkdokumentation endlich aufhört, eine Fleißaufgabe zu sein.
Für uns gilt weiterhin: Es kann nie genug APIs geben.